|
7 wichtige Börsenregeln
Mit Sicherheit gibt es an der Börse nicht DAS Erfolgsrezept. Aber es gibt einige Regeln, die helfen, die Aussichten auf Erfolg zu erhöhen. Die wichtigsten sollen an dieser Stelle einmal vorgestellt werden.
Gewinne laufen lassen
Was tun, wenn eine Aktie im Depot beständig nach oben strebt? Halten? Oder verkaufen, nur weil das Papier zehn, zwanzig oder mehr Prozent im Plus ist? Die Aktie wird gehalten! Schließlich ist der Trend der Freund des Börsianers. Um die erzielten Gewinne abzusichern, sollten jedoch ein Stopp-Kurs gesetzt werden.
Die "ersten" Verluste sind oft die kleinsten
Aktien, die ins Minus rutschen werden konsequent verkauft. Klar, es ist sehr schwer, sich von einer Aktie, die man womöglich gerade erst gekauft hat, bald wieder zu trennen. Doch auf eine Trendwende zu hoffen, lohnt oft nicht. Fällt eine Aktie, fällt sie meist stärker, das zeigt die Erfahrung. Deshalb: Nieten sofort raus aus dem Depot.
Stopp-Kurse
Stopp-Kurse sind Verkaufsmarken zur Verlustbegrenzung oder zur Gewinnsicherung. Beispiel: Eine Aktie wurde zu einem Kurs von 100 Euro gekauft. Bereits beim Einstieg wird ein möglicher Verlust einkalkuliert. Das Minus sollte jedoch nicht allzu hoch sein. Daher setzt der vorsichtige Anleger einen Stopp-Kurs bei 90 Euro. Das heißt, falls die Aktie unter diese Marke fällt, wird sie verkauft. Aber die Aktie steigt (auf rund 140 Euro). Was tun? Es wird ein neuer Stopp-Kurs gesetzt, diesmal allerdings ein wenig unter dem aktuellen Aktienkurs (bei etwa 125 Euro). Klettert die Aktie weiter, wird auch der Stopp-Kurs nachgezogen. Als Faustregel gilt, den Stopp-Kurs zehn bis 15 Prozent unter dem aktuellen Kurs zu setzen.
Nicht alles auf eine Karte setzen
Das gesamte Geld auf eine einzige Aktie zu setzen ist taktisch sehr unklug. Das Risiko dabei ist einfach zu hoch. Es sollte im Gegenteil darauf geachtet werden, dass unterschiedliche Werte im Depot vorhanden sind. Auch sollten die Aktien nicht aus einer Branche sein. So können eventuelle Verluste bei einem Papier durch die Gewinne der anderen Werte ausgeglichen werden.
Pulver trocken halten
Es ist sinnvoll, immer eine Liquiditätsreserve (Festgeld, Termingeld oder Terminmarktfonds) zu halten. Damit besteht kein Verlustrisiko und bei einem eventuellen Kurssturz kann auf Schnäppchenjagd gegangen werden.
Je höher das Risiko, desto kleiner der Einsatz
Ein gutes Mittel zum Risiko-Management eines Depots ist auch der Kapitaleinsatz. Handelt es sich bei der Anlage um ein sehr schwankungsanfälliges Papier oder sogar um ein Derivat (zum Beispiel einen Optionsschein), sollte die investierte Summe lediglich einen geringen Prozentsatz des Gesamtkapitals ausmachen.
Keine fallenden Messer auffangen
Eine Aktie bricht ein und sieht optisch billig aus. Jetzt muss ich zugreifen, sagen sich in dieser Situation viele Börsianer. Doch Vorsicht: Natürlich winken satte Gewinne, wenn am vermeindlichen Tiefpunkt gekauft wurde. Doch wann ist das Tief erreicht? Stürzt der Wert noch tiefer? Daher nicht in fallende Kurse investieren, sondern abwarten, bis der "Boden" gefunden ist.
|