22.-24.08.03
Auf in meine Traumstadt San Francisco!! Nach etwas 70 Minuten fahrt erreichte ich am Freitag Nachmittag den Stadtrand von SF. Und nun begann es auch schon aufregend zu werden. Denn Autofahren in SF ist ein echtes Abenteuer – vor allem in der Innenstadt. Ich dichtestem Verkehr versuchte ich den Überblick zu bewahren, um nicht vom rechtem und sorgsam auserkorenen Weg abzukommen. Gelang mir auch ganz gut und nach insgesamt 90 Minuten Fahrzeit war ich in meinem Hotel. Schnell das Zimmer begutachten und schon ging’s wieder ab ins Auto. Schließlich wollte ich noch bei Tageslicht einen Blick über die Stadt erhaschen. Und das ging am besten von Twin Peaks aus. Gesagt getan. Der Weg war schnell gefunden. Oben angekommen, stockte mir sofort der Atem. Was für ein Ausblick!! Man konnte nicht nur SF überblicken, sondern die gesamte Bay. die Golden Gate Bridge war ebenso klar zu erkennen, wie Oakland. Ein Wahnsinnsanblick. Geschlagene 3 Stunden verbrachte ich staunend auf den Hügeln Twin Peaks, um mir die Stadt auf den Hügeln anzusehen. Voller Vorfreude wartete ich auf den Sonnenuntergang und wurde nicht enttäuscht. Während die Sonne langsam verschwand und ihre roten Schatten auf das Häusermeer warf, gingen in der Stadt langsam die Lichter an. Bald brach Dunkelheit herein und ich staunte erneut über den wunderschönen Anblick, den die Stadt auch in der Nacht bot. Hell leuchtend floss die Market Street vor mir hin, um im Häusermeer Downtowns zu verschwinden. Einfach Gigantisch. Beeindruckt fuhr ich zurück zum Hotel und freute mich schon auf den nächsten Tag.
Um 4 Uhr morgens klingelte dann auch schon mein Wecker. Ich wollte unbedingt den Sonnenaufgang in der Nähe der Golden Gate Bridge erleben.
Im Dunkeln war ich einer der ersten auf dem nahe der Golden Gate Bridge gelegenen Parkplatz. Noch ein wenig müde wartete ich auf die ersten Sonnenstrahlen. Und das war wirklich ein tolles Erlebnis. Langsam ging die Sonne direkt über der in der ferne gut zu sehenden Skyline von SF auf. Die Golden Gate lag noch wie üblich im Nebel, so dass nur Teile davon erkennbar waren. Nachdem ich ein paar Fotos gemacht hatte, machte ich mich entlang des Strands auf dem Weg zum entfernten Hafen. Das waren so ungefähr 10 km Fußmarsch, die ich aber sehr genoss, da ich unterwegs viele Jogger und Hundebesitzer beobachten konnte. Auch das unterwegs gelegende Exploratorium, ein Museum, war ein paar interessante Fotos wert. Der Blick auf die Golden Gate Bridge war von überall her ein Erlebnis. Endlich in der Nähe der Wharf angekommen, gönnte ich mir erstmal ein Frühstück, bevor ich über den berühmten Pier 39 schlenderte und einen ersten Blick auf die Gefängnisinsel Alcatraz warf. Am Pier selbst war noch nicht so viel los. Also wanderte ich weiter zum Coit Tower, um von dessen Spitze einen herrlichen Rundblick zu haben. Mittlerweile war ich über 15 km gelaufen, was ich durchaus in meinen Beinen spürte.
Im Anschluss daran lief ich wieder zurück zum Wharf, diesmal eine etwas andere Strecke, um mir unterwegs die berühmten Cable Cars anzusehen. Am Wharf angekommen, stellte ich fest, dass nun schon bei weitem mehr los war. Überall Touristen, Künstler, Schausteller, Musiker. Der Pier 39 selbst glich einem riesigen Rummel. Der leckere Geruch von Süßigkeiten und allerlei anderer Speisen lag in der Luft. Fröhliche Gesichter überall. Ebenfalls ein echtes Erlebnis.
Gestärkt machte ich mich wieder entlang des Strandes auf den Rückweg. Inzwischen hatte sich der Nebel, in den die Golden Gate Bridge gehüllt war, völlig verzogen. Strahlend blauer Himmel und Sonnenschein begleiteten mich. Je näher ich der Brücke kam, desto beeindruckender wurde der Anblick. Etwa 3 km lang und rot in der Sonne schimmernd spannt sich die Brücke über die Bay. Natürlich schlenderte ich nun noch einmal ausführlichst um und über die Brücke.
Nachdem ich Abschied von dieser genommen hatte, besuchte ich noch den Golden Gate Central Park, einem sehr hübschen Park mit allerlei Attraktionen, in dem sich viele Amerikaner vom Alltagsstress erholen.
Am nächsten Tag stand Downtown auf dem Programm. Beeindruckend ragten die Hochhäuser rechts und links der Straßen in den Himmel. Was mich hier besonders beeindruckte waren die grünen Oasen mitten in der Stadt. So gibt es kleine parkähnliche Plätze, in denen viele Menschen ihren Frühsport absolvierten, meditierten, Yoga oder andere Sportarten ausübten.
Der folgende Bummel durch Chinatown war ein bunter Streifzug durch Gassen mit vielen kleinen Shops, Restaurants und anderen Läden. Die berühmte Lombard Street, den Union Square und die Transamerica Pyramide ließ ich mir natürlich auch nicht entgehen.
Am Nachmittag nahm ich Abschied von einer wunderschönen Stadt, die mich sehr beeindruckt hat.
Auf dem Rückweg schaute ich mir dann noch die berühmte Stanford University an. Diese Elite-Uni ist kein Vergleich mit unseren hiesigen Universitäten. Wer sich die teueren Semestergebühren leisten kann, studiert hier auf einem riesigen sehr gepflegten Gelände inmitten einer wunderbaren Atmosphäre in stilvollen Gebäuden und hat das Vergnügen jeden Morgen entlang einer wundervoll beeindruckenden Straße, an dessen Straßenrändern Palmen dicht an dicht stehen, in Richtung Universität zu fahren.
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