Natur pur - Yosemite National Park 22.09.2003


20.09. - 21.09.03

Auch an diesem Wochenende legte ich wieder mehr als 1000 km mit dem Auto zurück. Und auch dieses Mal war es jeden Kilometer wert. Mein Ziel war dieses Mal der Yosemite National Park. Gelegen in einem Hochgebirge der Sierra Nevada ist dieser Nationalpark nahezu ein Paradies für Naturliebhaber. Ausgedehnte Wälder, beeindruckende Berge, wunderschöne Seen und so vieles mehr locken hier tausende Besucher jeder Jahr. Zunächst einmal fuhr ich quer durch den Park, um den östlich des Park gelegenen Lake Mono zu besichtigen. Dieser ist bekannt für seine aus dem Wasser ragenden Gesteinssäulen.
Im Anschluss daran, fuhr ich wieder zurück in den Park. Immer wieder hielt ich an besonders schönen Stellen an, wanderte ein wenig umher, schoss Fotos oder genoss einfach die Natur. Unter anderem sah ich mir an diesem Tag auch das Hetch Henty Wasserkraftwerk mit zu gehörigem Staudamm, ein paar Mammutbäume und den Lake Mirror an. Letzterer ist eigentlich berühmt für seine glasklare, ruhige Oberfläche. Leider ist der See um diese Jahreszeit jedoch fast ausgetrocknet. Gleiches gilt auch für die eigentlich zahlreichen und beeindruckenden Wasserfälle des Valleys. In letzterem übernachtete ich in der Zeltstadt Curry Village. Interessant war hier die besondere Sorgfalt betreffend aller Lebensmittel. So durften keine solchen im Auto oder den Unterkünften deponiert werden. Der Grund dafür liegt in dem sehr feinen Geruchssinn der Schwarzbären. Diese sind nämlich hier besondern zahlreich angesiedelt. Allein letzte Woche gab es 13 Unfälle und Übergriffe, die mit Bären zu tun hatten. Leider oder zum Glück bekam ich keinen zu Gesicht.
Am nächsten Tag stand ich bereits um 4 Uhr auf, um mich auf den Weg zum Glacer Point zu machen – einem wunderschönen Aussichtspunkt hoch über dem Tal. Mit dem Auto fuhr ich im Dunkeln die zahlreichen Serpentinen hinauf. War jedoch alles kein Problem. Eher war mir da schon mulmig, als ich im Stockdunkeln die letzten Meter durch den Wald gehen musste, um zu der Aussichtsplattform zu gelangen. Kein schönes Gefühl, wenn man weiß, hier gibt’s jede Menge Bären!! Aber ich überlebte auch das und wurde mit einem wunderschönen Sonnenaufgang über den Bergen belohnt. Ein Wahnsinnsgefühl, als die ersten wärmenden Sonnenstrahlen mein Gesicht berührten und ein toller Anblick noch dazu. Ein toller Start in den Tag. Ich beschloss sofort, später am Tage noch einmal zurück zu kehren. Auf dem Weg zum Auto begegnete ich mehreren Rehen, die sich nahe den Wegen ihr Frühstück suchten, so lange noch keine Touristenscharen vor Ort waren. Als nächstes fuhr ich ganz in den Süden, in denen es noch wesentlich mehr Mammutbäume geben sollte. Und tatsächlich. Hier konnte man die Riesen zahlreich betrachten. Bis zu 70 Meter hoch, bis zu 30m im Umfang und bis zu 3000 Jahre alt boten sich diese imposanten Bäume dar. Man kommt sich so klein vor mitten unter diesen beeindruckenden Riesen. Wahnsinn. Nun kehrte ich noch einmal zum Glacer Point zurück, um mir das Tal noch einmal genauer anzusehen und ein paar Fotos zu machen. Ebenfalls eine gigantische Kulisse. Auch beim zweiten Mal war ich nicht weniger beeindruckt. Die steilen Felswände, die riesigen Berge, der Half-Dom, El Capitan und andere Mountains waren einfach nur beeindruckend. Und tief unten im Tal fließt der Mercedes River zwischen den Campgrounds und Straßen. Mit diesem Anblick im Gedächtnis machte ich mich auf den Heimweg – wohl wissend und mich drauf freuend, dass ich schon bald wieder hier sein werde.


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